Boreout – Wenn Langeweile zum ernsthaften Problem für dich wird

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Kennst du das: Du fühlst dich körperlich völlig ausgepowert, obwohl du nicht wirklich viel tust auf der Arbeit? Du quälst dich täglich zum Schreibtisch, weil du weißt, dass du dich wieder langweilen und unterfordert fühlen wirst? Das kann ein Boreout sein.

Dein Potenzial bleibt ungenutzt und du fühlst dich einfach nur noch wertlos und krank. Du gibst jeden Tag vor, beschäftigt zu sein und machst sogar Überstunden. Denn niemand soll merken, dass du eigentlich nach 2 Stunden nach Hause gehen könntest, weil du deine Arbeit schon längst erledigt hast.

In diesem Artikel geht es darum, wie ein Boreout entsteht und an welchen Warnsignalen du es erkennen kannst.

Was ist ein Boreout?

Im Prinzip ist ein Boreout das Gegenteil vom Burnout – du fühlst dich unterfordert. Das kann die Menge an Arbeit sein, die nicht ausreicht, um dich den ganzen Tag oder gar die ganze Woche zu beschäftigen. Das kann aber auch die Qualität deiner Aufgaben betreffen. Du bekommst also Aufgaben, die nicht dem Niveau deiner Ausbildung entsprechen.

Die Betroffenen entwickeln dann Strategien, mit denen sie Vollbeschäftigung vortäuschen können. Manche bleiben sogar länger, um zu zeigen, dass sie ausgelastet sind.

Was passiert, ist, dass die Betroffenen sich wertlos fühlen. Die Leistung sinkt und die körperliche und seelische Gesundheit verschlechtert sich. Es kommt dann oftmals zur inneren Kündigung und/oder zum Anstieg der Kranktage.

Was führt zu einem Boreout?

Es gibt mehrere Gründe, warum Menschen in ein Boreout geraten. So kann es zum Beispiel sein, dass eine Führungskraft das Potenzial der Mitarbeitenden falsch einschätzt oder die Erwartungen an den Job jeweils nicht übereinstimmen.

Ein weiterer Grund kann die Präsenzpflicht am Arbeitsplatz sein. Ich nenne das gerne „Stundenabsitzen“. Das heißt, obwohl wenig zu tun ist, bestehen die Vorgesetzten darauf, dass alle Mitarbeiter ihre 8 Stunden am Arbeitsplatz bleiben. Ein schreckliches Gefühl, dass mir immer schon am Sonntagnachmittag Bauchschmerzen bereitet hat.

Manchmal wird die Unterforderung der Mitarbeitenden auch gezielt eingesetzt, um sie loszuwerden. Das ist ziemlich mies, aber keine Seltenheit. Auch mir ist das schon passiert.

Was sind typische Warnsignale eines Boreouts?

Wenn du dich dauerhaft unterfordert fühlst, dann schleichen sich bestimmte Verhaltens- und Denkweisen ein, anhand derer du ein Boreout erkennen kannst.

  • Du verlierst das Interesse an deiner Arbeit und fühlst dich gelangweilt und nicht gefordert.
  • Du erledigst private Dinge in deiner Arbeitszeit und chattest viel mit Kollegen oder Freunden.
  • Du bist unglücklich und siehst absolut keinen Sinn in deiner Arbeit.
  • Du versuchst immer, beschäftigt auszusehen.
  • Du arbeitest sehr langsam, damit die Arbeit bis zum Ende des Tages reicht.
  • Du fühlst dich total kaputt und erschöpft am Ende des Tages, obwohl du keinen Stress hattest.
  • Du würdest dir am liebsten einen anderen Job suchen, hast aber Angst vor finanziellen Einbußen.

Was kannst du gegen ein Boreout unternehmen?

Wie in allen anderen Lebenslagen bist du der Situation nicht hoffnungslos ausgeliefert. Du kannst immer die Entscheidung treffen, etwas zu ändern.

Die naheliegendste Lösung ist, mit deinen Vorgesetzten über deine Aufgabenbereiche zu sprechen. Du kannst offen sagen, dass du mehr Aufgaben übernehmen möchtest oder zumindest Aufgaben, die anspruchsvoller sind und deiner Ausbildung entsprechen.

Doch manchmal ist es nicht möglich, deine Probleme auf diese Weise zu klären. Dann kannst du dir zum Beispiel in deiner Freizeit einen intellektuellen Ausgleich suchen. Das kann zum Beispiel eine Weiterbildung sein, das Erlernen einer Fremdsprache, eine Nebenbeschäftigung.

Wenn das alles nichts hilft, ist es das Beste, dir eine neue Herausforderung zu suchen. Du musst nicht in einem Job bleiben, der dich krank macht. Ich weiß: Das sagt sich so leicht. Aber aus Erfahrung weiß ich: Das ist es auch. Es braucht immer „nur“ den ersten Schritt.

Wenn du diesen Schritt nicht alleine machen willst, dann bin ich gerne für dich da und unterstütze dich auf deinem Weg.

Fazit

Ein Boreout ist nicht weniger belastend für Körper und Seele als ein Burnout. Der erste und wichtigste Schritt für eine Veränderung ist immer der, sich seiner Lage bewusst zu werden. Nur dann kannst du etwas verändern. Suche dann zuerst das Gespräch mit Vorgesetzten und wenn das nichts bringt, dann überlege dir, welche Entscheidung die beste für dich ist. Manchmal ist es auch einfach Zeit, im Leben weiterzugehen.

Buch dir gerne einen Termin für ein kostenloses Erstgespräch mit mir.

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