Die Geschichte hinter dem Namen Kopfausmisten

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Mein Artikel entstand im Rahmen der Blogparade „STORYTELLING like a Pro – Mit welcher Geschichte bringst du Leben in deine Marke?“ von Ulrike Storny. Und da ich jegliche Art von Geschichten liebe, konnte ich natürlich nicht widerstehen.

Falls du dich jemals gefragt hast, warum die Website meiner psychologischen Beratung kopfausmisten.de heißt, erfährst du heute die Geschichte dazu.

Ich war schon immer neugierig und habe den Menschen gerne zugehört. Immer wieder ist mir dabei aufgefallen, wie in meiner Familie oder auch anderswo gesagt wurde: „Eigentlich wollte ich ja dies und jenes lernen/machen, aber …“. Und dann folgten die wildesten Begründungen, warum das eben nicht ging. Als Kind habe ich dem keine größere Beachtung geschenkt, mich später aber wieder sehr genau daran erinnert.

Tief in meinem Inneren wusste ich, dass ich mal nicht so sein wollte. Ich wollte nicht auf mein Leben zurückblicken und Dinge bereuen, die ich nicht getan habe. Und diese Einstellung hat mich dann dahin gebracht, wo ich jetzt bin.

Natürlich waren auf meinem Weg einige Erkenntnisse nötig und ich musste auch die ein oder andere Krise meistern. Doch ich habe verstanden, woran es liegt, dass Menschen ihre Träume nicht leben und sie gegen ein Leben im Jammertal eintauschen. Ich habe verstanden, was dazu führt, eine tiefe Traurigkeit in der Seele zu verspüren und sich selbst einzureden, dass das halt so bestimmt ist.

What you think is what you get

Dieser Satz stammt aus dem Song „Torn realities“ von der Band Rotersand. Lange Zeit liebte ich einfach nur die Musik, sang ein bisschen mit. Aber eines Tages habe ich auch den Text wirklich verstanden: Das, was du denkst, ist das, was du erlebst und siehst.

Plötzlich ergab alles Sinn. Es war, als würde ich aus einem tiefen Schlaf erwachen und unter einem Haufen aus Brettern hervorkriechen, die sich lange vor meinem Kopf befunden hatten.

„Unsere wichtigste Entscheidung ist, ob wir das Universum für einen freundlichen oder feindlichen Ort halten.“

Albert Einstein

Zumindest war der Anfang gemacht. Ich begann mehr und mehr zu lesen und mehr und mehr zu verstehen. Mit meiner Einstellung fängt alles an und die kann ich jederzeit ändern. Natürlich ist das nicht von jetzt auf gleich erledigt, aber wenn ich gar nicht damit anfange, wird erst recht nichts.

Wenn ich also denke, dass die Welt ein feindlicher Ort ist, werde ich das auch so erfahren. Ich werde meinen Fokus auf negative Dinge und Katastrophen richten. Mein Leben wird ein Kampf sein, den ich nicht gewinnen kann.

Wenn ich jedoch denke, dass das Leben es gut mit mir meint, werde ich Rückschläge als Lektionen verstehen und daraus lernen. Ich werde meinen Fokus auf die positiven Seiten richten und dadurch auch mehr Gutes erfahren.

What you think is what you get. #isso

Das Buch der tausend Ausreden

Dieses Buch war ein Running Gag in einem Studentenklub, in dem ich mal gearbeitet habe. Wir machten uns lustig über die abenteuerlichen Ausreden, die manchmal benutzt wurden, um eine Schicht abzusagen. Und auch da hat es eine Zeit gebraucht, bis ich den Nutzen davon wirklich verstanden hatte. Denn auch ich machte jede Menge Gebrauch davon, ohne, dass es mir bewusst war.

Ich stellte mir das dann immer so vor, als würde ich in dem Buch (in meinem Kopf) nach der geeigneten Ausrede suchen, wenn ich irgendwas nicht machen wollte oder dachte, dass es nicht geht. Im Prinzip ist das Ausredenbuch der innere Schweinehund, der seine Memoiren aufgeschrieben hat und sie dir nun zur Verfügung stellt.

Wenn einem bewusst wird, dass vieles nur Ausreden sind und keine Gründe, dann kann das ein echter Gamechanger sein.

„Ich kann meinen Job nicht kündigen, weil ich dann unter der Brücke leben muss. Und obwohl ich ihn hasse, muss ich es eben aushalten.“ Wirklich? Überprüf das doch lieber noch mal. Dahinter verbirgt sich eine Angst, die jetzt hochkommt, weil du etwas verändern willst. Diese Angst liefert dir tausende Ausreden, damit du vor dir selbst rechtfertigen kannst, dass diese Veränderung eben nichts für dich ist. Sollen das lieber andere machen.

Wenn du dir bewusst machst, dass die spontanen Reaktionen auf eine geplante oder notwendige ungeplante Veränderung nur Ausreden sind, dann kannst du plötzlich viel bessere Entscheidungen treffen.

Ein weiterer Schritt in Richtung Kopfausmisten war gemacht.

Mal kräftig im Kopf ausmisten

Ich wollte also Ordnung in meinen Kopf bringen. Wie bei einem Umzug wollte ich alle Kartons und Schubladen ausleeren und mir den Inhalt noch mal genau anschauen: Was davon kann weg, weil es Blödsinn ist. Was kann ich noch gebrauchen, weil es mir weiterhilft. Was davon habe ich mir von anderen ausgeliehen und möchte es jetzt wieder zurückgeben. So geht Kopfausmisten.

Doch wehe, wenn man erstmal anfängt, die alten Gedanken und Überzeugungen anzuschauen. Wie bei Pandoras Box kommt immer mehr zum Vorschein und das ist nicht immer angenehm.

Manchmal wachte ich morgens auf und erinnerte mich an etwas Peinliches, das ich in meiner Jugend gemacht hatte. Da hab ich mir gleich wieder die Decke über den Kopf gezogen. Der berühmte Film, der bei unserem Tod vor unserem inneren Auge ablaufen soll, hat schon angefangen. Täglich kommen Erinnerungen hoch, die ich verdrängt hatte oder über die ich fein säuberlich eine Staubschicht wachsen lassen hatte.

Aber auch andere Dinge tauchen plötzlich wie aus dem Nichts wieder auf. Das Gute daran ist: Alles, was ich mir noch mal angeschaut habe, kann ich loslassen. Ich kann es dann wirklich in einen Karton packen und Erledigt draufschreiben. Diese Dinge können mir nichts mehr anhaben. Wenn dieser Karton irgendwann mal Feuer fängt und verbrennt – juckt mich nicht mehr. Ich nehme nur die Erfahrungen mit.

Und plötzlich siehst du deinen Weg

Hast du schon mal Detektiv in deiner eigenen Wohnung gespielt und dir angesehen, was du so hast? Welche Bücher du liest, welche Interessen du verfolgst? Worüber du am liebsten sprichst und was dich so richtig fesselt? Hast du mal genau hingehört, worum es in den Texten deiner Lieblingssongs geht?

Hast du dich gewundert, warum Menschen dir schon immer ihr Herz ausschütten? Warum dich Menschen nach dem Weg fragen, obwohl du ihn selbst nicht ohne Navi findest?

Bei mir standen die verschiedensten Themen nebeneinander im Bücherregal: Reiseführer, Wörterbücher für verschiedene Sprachen, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Philosophie und Geschichte. In einem anderen Regal gab es jede Menge Kochbücher, Märchen und Synonymwörterbücher, Fantasy-Romane.

Die Gemeinsamkeiten stecken in der Tiefe. Es geht vorwiegend immer um Sprache, Verwandlung, Reise und Psychologie. Und das ist das Ding: Ich achte darauf, was du sagst und höre, was du eigentlich willst. Ich möchte dir bei deiner Verwandlungsreise helfen und nutze dafür die Erkenntnisse der Psychologie.

2020 habe ich mich für eine Ausbildung zur psychologischen Beraterin angemeldet, ohne damit wirklich etwas zu bezwecken. Doch mehr und mehr Menschen haben mir damals gesagt, dass das doch ein Beruf für mich wäre. Und als mir dann sogar Menschen in Schweden ihr Herz ausgeschüttet haben, weil sie sich in einer Lebenskrise befanden, dann hat es auch bei mir endlich Klick gemacht.

Ich möchte Menschen begleiten auf dem Weg der Veränderung, beim Verwirklichen ihrer vergessenen Träume. Ich möchte Menschen Mut machen, ihr Leben zu leben. Und zwar jetzt und nicht später.

Das habe ich irgendwie schon immer getan, es war mir nur nicht bewusst. Jedenfalls fühlt es sich absolut richtig an und das reicht mir, um den Weg fortzusetzen. Das Leben ist zu kurz für später.

Und irgendwann war dann dieses Wort Kopfausmisten in meinem Kopf und ging da nicht mehr raus. Das Chaos im Kopf beseitigen, indem man alte Denkmuster und Überzeugungen ausmistet, um Platz für neue zu schaffen. Das fand ich genial und treffend formuliert. Also checkte ich, ob die Domain noch frei ist und jetzt gehört sie mir.

Ende gut, alles gut.

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2 Kommentare zu „Die Geschichte hinter dem Namen Kopfausmisten“

  1. Liebe Simone, ich freu mich so sehr, dass du bei meiner Blogparade mitmachst!
    Und fühle ich mich durch deinen Beitrag etwa angesprochen? Klares JA! Als Fan des Murphy-Buches über die Macht des Unterbewusstseins weiß ich genau, wovon du sprichst. Und kann doch – wie so viele andere – immer wieder neue Ausreden (er-)finden. Du weißt schon!
    Dann werde ich deinen Beitrag gleich mal in den zugehörigen Sammel-Blogtext aufnehmen und auch auf Insta ordentlich davon erzählen.
    Herzliche Grüße nach Schweden von Ulrike

    1. Liebe Ulrike,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, an deiner Blogparade teilzunehmen. Auf dass die Taten mehr werden und die Ausreden weniger 😉
      Ganz liebe Grüße,
      Simone

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