Was du (täglich) für deine psychische Gesundheit tun kannst

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Dieser Artikel entstand im Rahmen der Blogparade von Birgit Buchmayer zum Thema: „Einfach Gesund! Was tust du täglich für deine Gesundheit?“ Ein wichtiges Thema, denn allzu oft schenken wir unserer Gesundheit wenig bis gar keine Beachtung. Da nehme ich mich nicht aus.

Da ich als psychologische Beraterin arbeite, werde ich hier besonders auf die psychische Gesundheit eingehen. Psyche und Körper gehören zusammen und wenn eins nicht funktioniert, fängt auch das andere an, Fehlermeldungen an dich abzugeben. Diese kannst du dann ignorieren und bis zum Zusammenbruch des Systems weitermachen oder du versuchst, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

Psychische Probleme werden leider immer noch mit dem Wort „verrückt“ in Verbindung gebracht. Dabei ist das einzig Verrückte, alles alleine schaffen zu wollen.

Hier kommen meine selbst erprobten Tipps für deine psychische Gesundheit. Die Umsetzung kostet dich keinen Cent.

  • Lass deine Gefühle zu

Egal, ob du wütend bist oder traurig: Unterdrücke deine Gefühle nicht. Denn sie verschwinden nicht einfach, sondern warten irgendwo auf ihren Ausbruch. Und der wird gewaltiger als du je erwarten würdest.

„Jede Träne, die man sich verkneift, stellt sich hinten wieder an.“

Anemone Zeim

Also pinne ruhig mal ein Foto von jemanden, der dich verärgert hat, auf eine Dartscheibe und wirf Pfeile drauf, bis die Wut verfliegt. Oder schlag auf einen Boxsack ein; wahlweise auf ein Kissen oder die Wand. Fluche laut vor dich hin, bis du dich ruhiger fühlst. Geh in den Wald und schrei mal ganz laut. Solche Dinge können tatsächlich helfen.

Alles ist besser, als es wegzulächeln.

  • Schreib dir deinen Frust von der Seele

Du ärgerst dich über deinen Chef oder deine Kollegen? Deine Freundin hat dich versetzt? Du wurdest ungerecht behandelt?

Solche Dinge, wie deine aufkommenden Gefühle und Gedanken, kannst du einfach auf ein Blatt Papier schreiben – einfach so, wie es aus deinem Kopf herausfließt – und das dann zerreißen, zerknüllen oder verbrennen. Dann wirst du dich leichter fühlen.

Papier ist geduldig und wird dich nicht verurteilen oder bewerten für das, was du ihm anvertraust. Manchmal kann dir das Schreiben auch mehr Klarheit bringen oder bei schweren Entscheidungen helfen.

Frag mich gerne nach geeigneten Schreibtechniken.

  • Nimm dir Zeit für dich

Du kümmerst dich gerne um andere? Kein Weg ist dir zu weit oder keine Uhrzeit zu spät, um für deine Freunde und Familie da zu sein? Das ist sehr lobenswert, aber wo bleibst du dabei? Wem nützt es am Ende etwas, wenn du so erschöpft bist, dass du für gar niemanden mehr da sein kannst?

Nimm dich ruhig mal raus. Mach etwas nur für dich, ohne dich dabei schlecht zu fühlen. Denn nur, wenn deine eigenen Akkus voll sind, kannst du auch wieder für andere da sein. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.

  • Sag auch mal „Nein!“

Das gehört zum vorherigen Punkt, aber ich möchte es gerne noch einmal extra erwähnen: Es ist ok, auch mal „Nein!“ zu sagen. Du bist auch nur ein Mensch und brauchst mal eine Pause. Nimm dir nicht zu viel vor und achte auf deine Kraft.

„Nein!“ sagen tut nur am Anfang weh. Das kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen. Irgendwann hast du dich daran gewöhnt und die anderen auch. Und für dich hat es nur Vorteile: Du kümmerst dich auch wieder um deine eigenen Bedürfnisse und fühlst dich nicht ausgenutzt. Du teilst dir deine Kraft ein und verbiegst dich nicht mehr für andere.

  • Rede mit anderen über deine Sorgen und Ängste

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Da steckt viel Wahrheit drin. Manchmal, wenn wir Probleme haben oder Kummer an uns nagt, liegen wir nächtelang im Bett und können nicht schlafen. Die Gedanken kreisen unaufhörlich um unsere Sorgen und wir finden einfach keine Lösung. Deshalb ist es gut, mal mit jemand anderem darüber zu sprechen. Denn andere Menschen können uns helfen, wieder Ordnung ins Kopfchaos zu bringen. Sie können uns eine neue Perspektive aufzeigen oder wissen vielleicht anderen Rat.

Oftmals machen wir es aber nicht, weil wir uns schämen oder unsere Probleme nicht wichtig genug nehmen. Dabei kann diese kleine Überwindung große Wunder wirken.

Du kannst zum Beispiel mit Freunden oder Familie sprechen oder dir einen Termin für meine virtuelle Sprechstunde buchen. Reden hilft. Probier es doch mal aus.

  • Lach mal wieder so richtig

Manchmal nehmen wir das Leben viel zu ernst und vergessen ganz, mal wieder so richtig aus vollem Herzen zu lachen. Lachen ist gut für unsere Gesundheit und steckt auch andere Menschen an. Und besonders in schweren Zeiten kann Lachen so befreiend sein. Das Leben ist zu kurz, um immer nur mit hängenden Mundwinkeln rumzulaufen.

Triff dich zum Beispiel mit einer Freundin und quatsche mit ihr über alte Zeiten. Ich bin sicher, ihr werdet etwas finden, über das ihr so lachen müsst, dass euch der Bauch wehtut.

  • Mach was Kreatives

Ob Malen, Basteln, Nähen oder eigene kleine Geschichten erfinden – wenn wir kreativ sind, vergessen wir nicht nur die Welt uns herum, sondern schütten auch jede Menge Glückshormone aus. Es macht einfach Spaß, seiner Fantasie mal freien Lauf zu lassen. Ist doch egal, ob ein Meisterwerk dabei rauskommt oder nicht.

Auch Musik hören oder selbst musizieren kann gut für deine psychische Gesundheit sein. Du weißt am besten, was dir guttut. Also mach einfach wieder mehr davon.

Es muss nicht immer etwas kosten, sich um seine (psychische) Gesundheit zu kümmern. Viele Dinge, kannst du tun, ohne dass du einen einzigen Cent dafür bezahlen musst. Du brauchst keine Pillen oder teuren Spa-Besuche. Was zählt, ist der Effekt.

Ich backe gerne, liebe Sketchnotes, kreiere Designs mit Canva, singe laut mit, schreibe Kurzgeschichten, gehe gerne Spazieren, treffe mich mit Freunden und manchmal sitze ich einfach nur da und beobachte Menschen. Alles, was mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert, ist genau richtig.

Hast du noch Tipps, wie man seine psychische Gesundheit erhalten oder verbessern kann? Schreib sie gerne in die Kommentare.

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2 Kommentare zu „Was du (täglich) für deine psychische Gesundheit tun kannst“

  1. Liebe Simone,
    danke für deinen Artikel. Er bereitet mir große Freude, da du Gesundheit von der psychischen Seite her betrachtest. Natürlich ist es auch wichtig, den Körper fit zu halten. Ohne mentale Gesundheit jedoch nur die halbe Miete. Für mich gehört beides zusammen.
    Raus aus dem Kopf und hinein in die Gefühle, das sollten wir mehr zulassen und da gibt es noch so viel zu lernen.
    Herzliche Grüße,
    Birgit

    1. Liebe Birgit,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, wir sollten uns mehr an unseren Gefühlen orientieren und nicht immer alles zerdenken. Vielleicht trägt ja mein Artikel dazu bei.
      Viele Grüße aus Schweden,
      Simone

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