Denkmuster: Wie du dich endlich aus deinem Gedankengefängnis befreien kannst

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Jeden Tag denken wir mehrere 1000 Gedanken. Doch hast du gewusst, dass viele, wenn nicht sogar die meisten, überhaupt nicht wahr sind? Und das hat Auswirkungen. Unsere Gedanken beeinflussen unsere Gefühle und dadurch unser Handeln. Wenn wir unwahre Gedanken denken, dann kann daraus eine Art Gedankengefängnis entstehen. Wie du dich aus deinem inneren Gefängnis befreien kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Zunächst musst du erst einmal verstehen, wie dein Gedankenkarussell entsteht, denn nur dann kannst du es ändern.

Wie entsteht dein Gedankengefängnis?

Erst gibt es ein Ereignis, das wird dann von dir aufgrund deiner Erfahrungen und Überzeugungen interpretiert mit einem Gedanken und der löst dann Gefühle in dir aus, die dann weiter zu Handlungen führen. Das geschieht in Bruchteilen von Sekunden und ganz automatisch.

Zum Beispiel gehst du morgens aus dem Haus und deine Nachbarin grüßt dich nicht. Das ist das Ereignis. Daraufhin schlussfolgerst du, dass deine Nachbarin dich nicht leiden kann. Dies ist dein Gedanke und deine Interpretation. Und daraufhin wirst du entweder wütend oder traurig oder irgendein anderes Gefühl. Eine für dich logische Handlung könnte dann sein, dass du deiner Nachbarin zukünftig aus dem Weg gehst.

Und so ist das mit all deinen Gedanken. Natürlich können das auch positive Gedanken sein, aber hier soll es um die hinderlichen Gedanken gehen. Sie verdichten sich im Laufe deines Lebens zu einem Denkmuster, das du erkennen lernen musst, um es zu verändern.

Du siehst also, dass du eigentlich nur aufgrund deiner eigenen Interpretation wütend oder traurig auf deine Nachbarin reagierst. Und diese Interpretation entsteht durch deine bisherigen Erfahrungen. Das läuft alles sekundenschnell und meistens unbewusst ab. Kannst du also gar nichts dagegen machen? Abstellen lässt es sich leider nicht so ohne Weiteres, aber du kannst lernen, deine Interpretationen zu bemerken und dadurch unter Kontrolle zu halten.

Gedanken und Interpretationen überprüfen lernen

Um aus deinem Gedankengefängnis auszubrechen, kannst du also lernen, irrationale Gedanken zu erkennen und dann zu hinterfragen. Du fängst also an, dir selbst mehr zuzuhören, damit du dich bei solchen Gedanken ertappen kannst.

Nehmen wir wieder das Beispiel mit der Nachbarin. Sie hat dich nicht gegrüßt und du hast dir gedacht, dass sie dich nicht leiden kann. Doch diesmal ertappst du dich bei diesem Gedanken und sagst kurz: Stopp. Dann überlegst du dir, ob das wirklich die einzige Erklärung ist oder ob sie vielleicht einfach nur in Gedanken war und dich gar nicht gesehen hat. Oder irgendeine andere Erklärung, die sich nicht gegen dich richtet. Und jetzt wirst du nicht ärgerlich, sondern hast Verständnis und sprichst sie beim nächsten Treffen vielleicht sogar an und fragst nach, ob bei ihr alles in Ordnung ist.

Deine Gedanken sind oft nicht wahr. Sie basieren auf Erfahrungen und Erlebnissen, die dann von dir verallgemeinert abgespeichert wurden. Das passiert vorwiegend in der Kindheit, wenn du Schlussfolgerungen über dich und die Welt ziehst.

Welche häufigen Denkmuster gibt es?

  • Katastrophisieren: Beispiel: Nachdem du eine kleine Kritik von deinem Chef erhalten hast, denkst du: „Ich bin sicher, ich werde meinen Job verlieren und nie wieder eine Anstellung finden.“
  • Schwarz-Weiß-Denken: Beispiel: Wenn du eine Aufgabe nicht perfekt erledigst, denkst du: „Ich bin völlig nutzlos. Entweder bin ich perfekt oder ein totaler Versager.“
  • Übergeneralisierung: Beispiel: Nachdem du bei einem Date abgelehnt wurdest, denkst du: „Niemand wird mich jemals mögen. Ich bin und werde immer unerwünscht sein.“
  • Persönlicher Bezug (auch als persönliche Überzeugung bekannt): Beispiel: Wenn jemand in deiner Umgebung schlecht gelaunt ist, denkst du: „Sie sind bestimmt meinetwegen schlecht gelaunt. Ich habe etwas falsch gemacht.“
  • Mentales Filtern: Beispiel: Du konzentrierst dich ausschließlich auf einen negativen Kommentar in einer ansonsten positiven Bewertung und ignorierst alle positiven Aspekte.
  • Gedankenlesen: Beispiel: Du gehst beim Buffet zum zweiten Mal los, um deinen Teller aufzufüllen. Jemand blickt zufällig in deine Richtung und du denkst: „Der denkt jetzt bestimmt, dass ich total verfressen bin.“

Welche Muster treffen auf dich zu? Erkennst du dich irgendwo wieder?

Wichtig ist auch hier, durch Ertappen und Verändern aus diesem Gedankengefängnis auszubrechen. Denn dies sind deine unbewussten Überzeugungen und an denen hältst du fest, bis du sie erkennst und widerlegst. Ansonsten wirst du dich wieder und wieder im Kreis drehen.

Frage dich immer wieder:

  • Ist das wirklich wahr?
  • Welche Beweise gibt es dafür?

Wenn du Hilfe dabei brauchst, deine Denkmuster zu erkennen, dann kannst du dich gerne an mich wenden. Denn Glaubenssätze und Denkmuster sind mein Spezialgebiet. Oftmals lohnt sich auch ein Blick in deine Biografie, denn im Rückblick spiegeln sich deine Denkmuster auch in deinem Lebenslauf.

Schreib mir gerne eine Mail oder buche dir einen Termin für ein kostenloses Gespräch.

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